Im Zuge der Kommunalen Neuordnung im Jahre 1975 und der damit verbundenen Eingemeindung von Esch und Auweiler in die Stadt Köln war das Rathaus der ehemaligen Gemeinde Sinnersdorf, nämlich das Gebäude der alten Schule an der Weilerstraße, in der Anfangsphase Verwaltungszentrum des neu eingerichteten Kölner Stadtbezirks 6 (Chorweiler).
Nach dem Umzug der Verwaltung ins Zentrum des Stadtbezirks, nämlich nach Chorweiler in die Florenzer Straße, fiel die Entscheidung, das frei werdende Gebäude durch die Einrichtung einer Altentagesstätte einer sinnvollen Nutzung unter der Trägerschaft des Paritätischen Wohlfahrtsverbands zuzuführen.
Im März 1979 konnte die Altentagesstätte eröffnet werden, zuständige Leiterin wurde Maria Püschel. Ihr Nachfolger wurde zwei Jahre später Bruno Niklas, der in diesen Tagen auf 20 Jahre Dienst für unsere betagteren Mitbürger zurück blicken kann.
Von Anfang an war die Arbeit erfolgreich durch unterschiedliche Angebote und Aktivitäten: Information und Bildung, Freizeitgestaltung und Werkarbeiten, Sport und Gymnastik, Geselligkeit und Unterhaltung, Wanderungen und Ausflugsfahrten, Gruppenarbeit und Gemeinwesen sowie Beratungen.
Die Anzahl der Besucher und Ratsuchenden beträgt 20 bis 25 Personen je Öffnungstag. Insbesondere besuchen Frauen höheren Alters die Einrichtung, mittlerweile ist das Durchschnittsalter etwa 81 Jahre. Jüngere Frauen und Männer gehören so gut wie nicht zum regelmäßigen Besucherkreis, bis auf das Angebot Arbeiten mit Ton", das auch von jüngeren Frauen angenommen wird.
Die Besucher kommen vorwiegend aus den Stadtteilen Esch, Auweiler, Bocklemünd und vereinzelt aus Pesch und Lindweiler.
Angebunden an die Altentagestätte war der Mobile Soziale Dienst des Paritätischen Wohlfahrtsverbands für den Stadtbezirk Chorweiler, der ältere und behinderte Menschen durch Zivildienstleistende betreut.
Inzwischen ist die Trägerschaft vom paritätischen Wohlfahrtsverband übergegangen auf die Paritätische Sozialarbeit Köln e.V., deren Zentrale sich in Köln-Porz befindet, die professionelle Betreuung für Esch durch Bruno Niklas auf wenige Stunden reduziert und wird in Zukunft ganz entfallen, einen Ersatz wird es nicht geben. Es wurde sogar das Ende der Einrichtung befürchtet.
In einer Informationsversammlung Ende Juli war zu erfahren, dass mit Beginn des nächsten Jahres die personelle Betreuung durch die Paritätische Sozialarbeit entfallen wird, die finanzielle Unterstützung jedoch weiter gewährt werden könne.
Auf Vorschlag des Vorsitzenden der Dorfgemeinschaft Esch, Wolfgang Klee, einigte sich die Versammlung darauf, im September in einem personell reduzierten Gespräch aufzulisten, welche wesentlichen Aufgaben anstehen und aller Voraussicht nach ehrenamtlich zum Fortbestand der Einrichtung geleistet werden müssten. Nicht unwesentlich sein wird dann auch die Höhe des Etats, mit dem, falls es sie überhaupt zu finden gibt, Ehrenamtler arbeiten können.
Wünschenswert wäre auf jeden Fall, dass die Altentagesstätte Esch im Jahr 2004 ihr 25-jähriges Bestehen feiern könnte und dass die Einrichtung darüber hinaus sich zu dem entwickeln würde, was ihrer offiziellen Bezeichnung Begegnungszentrum Esch" entsprechen könnte.