Der Platz vor der Marienkirche war gefüllt
mit Kindern, Eltern und Großeltern. Der Kindergarten St. Martinus stellte nämlich
in diesem Jahr die vornehm gekleidete, mit Stroh ausgestopfte mannsgroße
Kirmespuppe, die in Esch schlicht „Zacheies“ genannt wird.
Und dieser Zacheies saß still am Rand auf
einem Stuhl und schien genüsslich das Treiben auf dem Platz zu beobachten. Es
gab reichlich Limonade für die Kinder, Bier für die Erwachsenen, und allen
wurden leckere Häppchen gereicht.
Doch dann war für den Zacheies das Schauspiel
zu Ende, er wollte schließlich ins Festzelt gebracht werden, um Kirmes zu
feiern. Fähnchen schwenkend verabschiedeten ihn die Kindergartenkinder mit
einem lustigen kölschen Kirmeslied. Zwei kräftige Männer von der
Dorfgemeinschaft griffen dem Ausgestopften unter die Arme und trugen ihn,
gefolgt von einer großen Schar von Kindern und Erwachsenen, zum Festzelt.
Mit strahlenden Augen sahen die Kinder dort
zu, wie der Zacheies mit einem Strick unter das Zeltdach gehievt wurde, um von
dort aus in den folgenden Tagen das Escher Kirmestreiben gut beobachten zu können.
Einige Kinder tanzten dann mit ihren Vätern,
Müttern oder alleine, doch fast alle warfen immer wieder einen Blick hinauf zu
ihrem Zacheies „Rombätcä“, genannt nach den drei Erzieherinnen des
Kindergartens, die in diesem Jahr das Escher Dreigestirn Prinz Romio, Bauer Bätes
und Jungfrau Cäcilie darstellten.
Erfreut waren alle im Festzelt darüber, dass der neue Zeltwirt zu seinem Einstand bis 22.00 Uhr im Rahmen einer „Happy Hour“ alle Getränke zum halben Preis angeboten hat.
