Seit langem sind die Ideen und Planungen zur Umgestaltung des Außengeländes der Kindertagesstätte Am Braunsacker in den Köpfen der Verantwortlichen gereift und schließlich auf Papier gebracht worden. Unter Beteiligung von Eltern ist in der Vergangenheit immer wieder an dem Konzept gefeilt und über die theoretischen Modelle nachgedacht worden.
Grundsätzliches Ziel der Kindertagesstätte ist, den Kindern eine Vielzahl an unterschiedlichen Bewegungs- und Spielmöglichkeiten zu bieten, bei denen sie ihrem natürlichem Bewegungsdrang nachkommen können. Darüber hinaus soll den Kindern Gelegenheit zur Begegnung mit der Natur geboten werden, in erster Linie durch artenreiche Bepflanzung mit Blumen, Sträuchern und Bäumen, aber auch durch den Anbau von Gemüsearten, Obst und Kräutern.
In den letzten beiden Jahren konnte bereits ein Projekt realisiert werden, nämlich das Anlegen von vier Hochbeeten, auf denen gemeinsam mit den Kindern verschiedene heimische Gemüsesorten und Beerenobstarten angepflanzt und geerntet werden konnten. Auf einer Kräuterspirale wächst inzwischen eine Vielzahl duftender Gewürzpflanzen, die, wie auch das Gemüse, in der Kita-eigenen Küche Verwendung finden und den Kindern beweisen, dass Selbstgepflanztes und Selbstgeerntetes immer noch am besten schmeckt.
Ohne die tatkräftige Unterstützung des Escher Landwirts Hanns Courth und seiner Mitarbeiter wäre das Projekt nicht realisierbar gewesen. Bereits bei den Vorüberlegungen und Planungen hat dieses Team durch fachmännische Beratung gute Dienste geleistet. Die Großzügigkeit wurde noch dadurch weit übertroffen, dass Bauer Courth kostenfrei die vier Hochbeete anlegte und die erforderliche Menge Mutterboden und die Steine für den Bau der Kräuterspirale anlieferte, so dass Eltern mit dem Team der Kita sich ans Werk machen und ihre Vorstellungen in die Tat umsetzen konnten.
Weitaus größere Dimensionen hatte die Idee, für die Kinder einen Spieltunnel mit einer zum Klettern und Kraxeln geeigneten Überbauung herzurichten. Hier bedurfte es im Hinblick auf die Finanzierung und Durchführung des Projekts einiger Klimmzüge, da dieses Vorhaben den finanziellen Rahmen einer Kindertagesstätte sprengte. Auch hier wurden der Rat von Fachleuten und Kostenschätzungen eingeholt, die den Einfallsreichtum der Eltern des Kita-Teams zur Beschaffung der notwenigen Gelder herausforderten. In der Folgezeit wurden vom Elternrat Feste und Märkte organisiert, und der jeweilige Reinerlös wurde auf die Seite gelegt, Spenden gingen ein, und einer Mutter gelang es sogar, aus der Konkursmasse eines Herstellers von Kanalrohren kostenlos den für das Gesamtvorhaben wichtigsten Gegenstand zu besorgen, nämlich eine den Vorstellungen entsprechend dimensionierte Betonröhre, die allerdings selbst abzuholen war.
Bei diesem Problem, eine 4-Tonnenröhre zu transportieren, half mal wieder Bauer Courth. Er holte sie vom Hersteller ab und sorgte bis zum Beginn der Baumaßnahme für die Zwischenlagerung auf seinem Hof.
Nachdem die noch fehlenden Mittel vom Träger KölnKitas GmbH übernommen wurden, war es dann endlich im Mai so weit: Bauer Courth fuhr mit Kleintransporter, Schaufellader, Kleinbagger und Motorsäge auf das Gelände der Kindertagesstätte. Um die gewichtige Röhre sauber an Ort und Stelle zu hieven, kam ein riesiger LKW-Kran dazu, eine Aktion, die ein wenig für Aufregung sorgte, da die besagte Last bei einigen Nachbarn nah am Wohnzimmer- oder Küchenfenster vorbei schwebte.

Mit Spannung und großer Freude beobachteten die Kinder des Entstehen ihrer neuen Spielwelt.
Wenn die Witterung es zulässt, wird der Erdhügel über der Röhre bepflanzt. Danach müssen noch die Steighilfen für die Kinder eingebaut werden. Und es gibt schon neue Pläne, nämlich die Verschönerung der restlichen Fläche zur Abrundung des Gesamtbildes.
Der Leiter der Kindertagesstätte, Lutz Hochfeld, bedankte sich bei allen, die ihren Beitrag zum Gelingen des Projekts geleistet und somit für die Kindern eine attraktive Spielmöglichkeit geschaffen haben.