
Leicht ist es Manfred Dahmen nicht gefallen,
das konnte man ihm anmerken, als er Ende Oktober 2002 nach 35-jähriger
Dienstzeit als Hausmeister an der Escher Schule Martinusstraße, der
Konrad-Adenauer-Schule, in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet
wurde.
Er wurde 1939 in Rheinhausen als eines von
vier Kindern der Familie (zwei Schwestern und ein Bruder) geboren; sein Vater
hatte den selten gewordenen Beruf des Glockenformers. In Friemersheim ging
Manfred Dahmen zur Schule und erlernte danach bei Krupp den Beruf des
Schmelzschweißers.
Im Jahr 1960 trat er seinen Bundeswehrdienst
an, und zwar in Köln-Longerich, wo er seine heutige Ehefrau Edelgard kennen
lernte, mit der er eine Familie gründete. Beide sind stolz auf einen Sohn und
zwei Töchter.
Ein Glücksfall für Esch und Auweiler war es
letztendlich, dass damals die Familie Dahmen auf Wohnungssuche war und Vater
Manfred sich 1967 erfolgreich beim Schulamt der Stadt Köln um die
ausgeschriebene Stelle eines Schulhausmeisters an der Schule Martinusstraße in
Esch bewarb.
Den größten Teil seiner Dienstzeit hatte er
im Grunde zwei Schulen zu betreuen, nämlich von 1967 bis 1982 die Grund- und
Hauptschule mit etwa 600 Kindern, von 1984 bis 1997 Grundschule und
Waldorfschule, insgesamt 800 Kindern und 65 Lehrerinnen und Lehrer, sicherlich
keine leichte Aufgabe.
Im Verlaufe der 35 Jahre in Esch war für
Manfred Dahmen die loyale Zusammenarbeit mit immerhin fünf Schulleitungen und
den dazu gehörigen Kollegien von Wichtigkeit.
Ein Glücksfall für Esch war der scheidende
Hausmeister auch insofern, dass er trotz mancher Stresssituation sehr, sehr
selten unwirsch reagierte. Im Gegenteil, es gelang ihm fast immer ruhig,
sachlich und vor allem freundlich und umgänglich zu bleiben.
Das galt auch in
Bezug auf sein Verhältnis zu den Vereinen vor Ort, welche zum Beispiel die
Turnhalle belegten oder für ihre Veranstaltungen auf die Nutzung der
Pausenhalle der Schule angewiesen waren.
Manfred Dahmen war
37 Jahre auch aktiv im Sportverein SV Auweiler-Esch tätig, spielte selbst
einige Jahre lang in der 1. Fußballmannschaft und brachte danach von 1973 bis
1999 sein zuverlässliches Engagement für die Jugend des Vereins ein. Von 1976
bis 1996 war er stellvertretender Jugendleiter der Fußballabteilung, von 1996
bis 1999 Jugendleiter.
Der Verein dankte
ihm 1999 mit der Ernennung zum Ehrenmitglied.
Fragt man Manfred
Dahmen nach Erfreulichem und weniger Erfreulichem während seiner Dienstzeit an
der Escher Schule, so hält er rückblickend das gute Verhältnis zwischen ihm
und den Schülern für erfreulich sowie die Tatsache, dass es für ihn in all
den Jahren nie große Probleme mit den Schulleitungen, den Lehrerkollegien und
den Eltern der Schulkinder gab.
Weniger erfreulich
waren die sich über Jahre hinziehenden Sanierungsarbeiten zur Befreiung der
Schulgebäude von gefährlichen Schadstoffen, und richtig ärgern konnte er sich
über Einbrüche, gelegte Brände und Wandalismus an schulischen Einrichtungen.
Besondere Pläne für
seine Zukunft als Rentner hat der „Manni“, wie er oft genannt wird, nicht,
außer, dass er sich nun verstärkt der Familie widmen wird und dem Garten des
Hauses, das sich die Dahmens vor einigen Jahren in Pesch erworben haben, sowie
nun mehr Zeit zu haben für sein persönliches Hobby, nämlich das Angeln.
Bei seiner Verabschiedung bedankte sich „Manni“ besonders bei seiner Frau und den Kindern für deren tolle Unterstützung, aber auch bei allen Menschen in Esch und Auweiler, mit denen er zu tun hatte, sowie bei den ortsansässigen Vereinen für die gute Zusammenarbeit in den 35 Jahren seiner Tätigkeit als Schulhausmeister.