2001 war sein bisher erfolgreichstes Jahr

Pascal Wefelmeier, eines der Radsporttalente des SG BP Worringen

Vor vier Jahren trat der Escher Junge Pascal Wefelmeier der Radsportabteilung der SG BP Worringen bei, wo man sehr schnell sein Talent als Straßenrennfahrer erkannte und förderte. Doch Talent allein genügt nicht, eine nicht unerhebliche Portion Freizeitinvestition in die gewählte Sportart und eine konsequente Einstellung zu Training und Wettkampf gehören dazu.

So gibt es für Pascal so gut wie keinen Tag in der Woche, an dem nicht bestimmte Trainingseinheiten zu absolvieren sind oder, besonders an Wochenenden, mindestens ein Rennen ansteht. Hin und wieder gibt es sogar Wochen, in denen freitags, samstags und sonntags in verschiedenen Orten an den Start gegangen werden muss.

Die wöchentlichen Trainingstage sind differenziert gestaltet, vom lockeren zweistündigen Fahren (Montag), über die Bewältigung unterschiedlicher Distanzen von 80 km (Dienstag), 100 km (Mittwoch) bis zu 120 km (Donnerstag) plus die mentale Vorbereitung (Freitag/Samstag) auf die einzelnen Rennen, die im Allgemeinen am Sonntag stattfinden.

Selbst Teile der Ferien sind manchmal durch Lehrgänge belegt, wie in diesem Jahr zu Ostern, als Pascal mit einer Gruppe im Schwarzwald täglich rund 150 km, Ostersonntag sogar 190 km, zurück zu legen hatte und Berge mit einem Anstieg von bis zu 20% bezwingen musste, für ihn keine leichte Angelegenheit, da seine Spezialität eigentlich der Sprint auf flacher Strecke ist.

Noch härter empfindet der 16-jährige Schüler des Pescher Gymnasiums das Wintertraining mit Ausgleichsübungen zur Stärkung der Bein- Arm- und Bauchmuskulatur, einem 1 1/2-stündigen Dauerlauf pro Woche und an Wochenenden mit Fahrten von 160 bis 180 km in die Eifel und zurück.

Seit Beginn dieses Jahres muss Pascal schon bei den Junioren fahren, bedingt durch sein für die Einteilung der Jahresklassen ungünstiges Geburtsdatum, nämlich der 31. Dezember. Wäre er 4 1/2 Stunden später geboren, hätte er noch ein Jahr lang in der Jugendklassefahren können. Der Klassenunterschied macht ihm zur Zeit noch einige Schwierigkeiten durch die Umstellung auf für ihn noch neue Distanzen bis zu 80 km und eine durchschnittliche Fahrtgeschwindigkeit von rund 45 Stundenkilometern

Dennoch ist Pascals Ziel für das Jahr 2002, gut zu fahren, vielleicht sogar ein Rennen als Sieger zu beenden, eventuell die Aufnahme in den NRW-Kader zu schaffen, dann unter die ersten 25 der Norddeutschen Meisterschaft zu gelangen und damit die Qualifikation für die Deutsche Juniorenmeisterschaft zu erreichen. Schließlich geht die Saison ja noch bis Oktober.

Sein letztes Jahr in der Jugendklasse, also das Jahr 2001, war für Pascal Wefelmeier das bisher erfolgreichste. Von den 50 Rennen fuhr er in 30 unter den „Top Ten“, den zehn Ersten, durchs Ziel, achtmal stand er auf dem begehrten „Treppchen“, viermal als Zweit- und viermal als Drittplatzierter nach Rennen in Leverkusen, Gladbeck, Köln-Mülheim und Köln-Chorweiler, in Krefeld, Köln-Worringen, Oberbruch und Köln-Vogelsang. Das Rennen in Chorweiler endetet für ihn mit dem zweiten Platz, was, da der Sieger nicht aus Köln war, die Stadtmeisterschaft unter den Schülern seiner Altersstufe bedeutete.

Für die Anschaffung seines Rennrades, welches er selbst pflegt, in Stand hält und vor jedem Rennen überprüft, hat er eisern gespart. In dieser Saison hofft er in der Juniorenklasse auf einige für ihn als Sprinter günstige Flachrennen und auf ein gutes Abschneiden bei den vier besonders schweren Rennen mit Punktewertung für die Teilnahme an der Norddeutschen Juniorenmeisterschaft, vielleicht sogar an der Deutschen Meisterschaft.