An dem von der Dorfgemeinschaft „Greesberger" Esch gestifteten und an der Frohnhofstraße im alten Ortsteil aufgestellten Wegekreuz konnte nun auch eine Inschrift mit dem Text „Unser Leben sei ein Fest, Jesu Geist in unserer Mitte!" angebracht werden.

Für aufmerksame Passanten mag von Interesse sein, dass der Text der Anfang eines Kirchenlieds aus unserer Zeit ist, dessen Autor der am 30. August 1930 in Köln-Bickendorf geborene und am 15. Juli 2003 verstorbene katholische Geistliche Josef Metternich ist, der 27 Jahren lang, von 1972 bis 1999, als unkonventioneller, lebensbejahender und ermutigender Pfarrer an der Liebfrauengemeinde in Köln-Mülheim tätig war und sich dort als „Bischof von Mülheim", wie ihn der Volksmund zu nennen pflegte, außerordentlicher Beliebtheit erfreuen durfte.

Gütig und fromm, nie jedoch frömmelnd und abgehoben, wenn es sein musste auch unbequem und mit der notwendigen Härte, stand er mit seinem Einsatz für die Ökumene und besonders für vom Leben benachteiligte und vom Tode gezeichnete Mitmenschen, gleich welcher Konfession oder Nationalität sie waren, mitten im Leben.

Josef Metternich feierte gerne und war ein Freund des urkölschen Karnevals; mit dem Text seines Liedes offenbarte er einen Teil seiner Lebensphilosophie, die er gerne auf andere übertragen sehen wollte.

Gut durchdachte ausgefallene Ideen und Aktionen gingen auf seine Initiativen zurück, wie z.B. die erste Kölsche Messe im Erzbistum, die er beantragte, die aber nicht genehmigt wurde und dennoch 1976 statt