Breite Themenpalette

Die katholische Frauengemeinde Esch lud zum Diskussionsabend ein.

VON MARA BERGMANN

Esch - "Meine Arbeit ist schwierig, aber sie ist wichtig", erzählt Klaus Dörken. "Vielen Kindern konnte ich helfen, ihr Leben in den Griff zu bekommen. In Klassen mit maximal fünf Schülern versuche ich, sie auf eine Regelschule vorzubereiten." Gespannt hören die rund 100 Gäste im Escher Martinushaus zu, was der Sonderpädagoge über seine Arbeit mit schwer erziehbaren Kindern zu berichten hat.

"TUT - Talk unterm Turm": Mit Anspielung auf den Kirchturm präsentierten die Frauen der Escher Gemeinde unter diesem Motto gleich drei Gesprächsrunden zu verschiedenen sozialen und gesellschaftlichen Themen. Die Interviewerinnen Gila Wolff und Gertrud Meinert sowie Gastmoderator Frank Plasberg vom WDR sprachen mit Menschen, die alle einen Bezug zu Esch haben und dort entweder "wohnen, arbeiten oder beten". Karin Craemer beschrieb, mit welchen Problemen sie täglich in ihrer Hundeschule zu kämpfen hat, und Hörfunk-Korrespondent Herbert Bopp aus Montreal erzählte von seinem Leben als Journalist in Kanada. Für die musikalische Untermalung des Abends sorgten die Turmbläser von St. Elisabeth in Pesch.

Zweimal im Jahr lädt die Frauengemeinschaft zum Talk-Abend ein. "Wir wollten eine Veranstaltung organisieren, die nicht nur einen rein katholischen Bezug hat und alle Altersgruppen anspricht", sagte Moderatorin Gertrud Meinert. Die zehn ehrenamtlichen Mitglieder des "TuT"-Teams richteten bereits zum zwölften Mal die Talkrunde aus, deren besonderer Reiz für die Zuhörer immer wieder in der überraschenden Themenauswahl liegt. "Es ist jedes Mal, als bekäme man eine Wundertüte", begeisterte sich "TuT"-Stammgast Karl-Heinz Seidel. "Man weiß nie, was kommt." Besucherin Uschi Löwe schätzt vor allem den lokalen Bezug der Veranstaltung: "Dieser Abend ist eine tolle Gelegenheit, Leute kennen zu lernen, denen ich sonst nur flüchtig auf der Straße begegne."

Gila Wolff interviewte den Escher Pädagogen Klaus Dörken zu seiner Arbeit mit schwer erziehbaren Kindern und weckte bei den Escher Anwohnern großes Interesse.

BILD: BERGMANN