Die Mehrheit der Pfarrgemeinderatsmitglieder ist sich über die künftige Struktur ihrer Wirkungsstätte einig: Drei autonome Pfarreien mit gemeinsamen Gremien.
VON OLIVER GÖRTZ
Esch - "Wir müssen nicht nur am gleichen Strick ziehen, sondern auch am gleichen Ende", sagte ein Mitglied des Pescher Pfarrgemeinderats weise. Die drei Pfarrgemeinderäte des Seelsorgebereichs Kreuz-Köln-Nord (Esch/Auweiler, Pesch, Weiler) trafen sich im Escher Martinushaus zu einem ersten Meinungsaustausch zur bevorstehenden Umstrukturierung der Pfarrgemeinden im Erzbistum Köln. Spätestens Ende Dezember müssen sich die Pfarreien für eines der drei Modelle (der "Kölner Stadt-Anzeiger" berichtete) entscheiden.
Nachdem Fridolin Löffler vom Generalvikariat dem Plenum die Varianten erläutert hatte, war schnell klar: Modell eins scheidet aus. Der Zusammenschluss der drei Gemeinden zu einer Pfarrei sei schon allein wegen der räumlichen Distanz der Stadtteile "nicht lebbar", vermutete Gemeinschaftspfarrer Andreas Paling. Auch Modell drei fand nur mäßigen Zuspruch. Hier blieben die einzelnen Pfarreien bestehen. Ebenso die Pfarrgemeinderäte, die dann Delegierte an eine gemeinsame Pfarrverbandskonferenz entsenden würden.
Die inoffizielle Trendumfrage unter den Pfarrgemeinderatsmitglieder im Martinushaus zeichnete dann ein deutliches Bild: Zwei Drittel bevorzugen die zweite Variante. Dabei würden die drei Pfarreien und ihre Einrichtungen autonom bleiben, jedoch von einem gemeinsamen Pfarrgemeinderat und einem Kirchengemeindeverband organisiert. "Die Themen der Pfarrgemeinderäte sind oft identisch, deshalb ist ein gemeinschaftliches Gremium sinnvoll", so Rainer Schulte vom Pfarrgemeinderat Pesch. Mit Modell zwei blieben zudem die geforderten Anlaufstellen in jedem Ort erhalten.
Am 10. Oktober wollen alle Gremien des Seelsorgebereichs Kreuz-Köln-Nord in großer Runde eine definitive Entscheidung fällen.